’cause the weather outside is frightful

Wenn man schonmal Schnee hat, muss das auch ausgenutzt werden, dachte ich mir und bin dick eingepackt einmal am Staden entlang zur Halbinsel am Heizkraftwerk und wieder zurück.  Mit dabei: Die Kamera*.  Bis auf den Ausschuss hab’ ich schonmal alles bei Flickr hochgeladen — mit Zeit und Musse (und hoffentlich vor dem nächsten Schnee) werden die Stück für Stück nachbearbeitet. Stehen alle in

Hier die Gallerie. (und drei direkt hier verlinkt)

(*) Die Kamera stinkt zwar gegen alles “Ernsthafte” ab, hat auch weder Spiegelreflex noch viel gekostet, macht aber für Preis und Grösse sehr gute Bilder. Es ist eine Canon Powershot A490 mit der auch nahezu alle anderen Bilder, die hier im Blog auftauchen geschossen werden.  Hat den Preis und die Grösse, dass man sie immer dabei haben kann, macht für ihren Preis gute Bilder und hat wenigstens noch ein paar “Rumspielfeatures” mit Belichtungs/Blenden/ISO-Korrektur und so, damit’s nicht nur draufdrücken und hoffen ist.

Posted from Dreieich, Hessen, Germany.

Erstellt am Sonntag 19. Dezember 2010
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Porto war gestern

(Eine leicht dramatisierte Wiedergabe einer echten Begebenheit)

Mittwoch morgen, Saarbrücken, -2°, Nieselschnee, gefühlte -20°. Ich bin auf dem Weg, meiner Mutter eine Seniorenmonatskarte zu ziehen und zuzuschicken. Dabei habe ich (neben 4 Schichten Oberbekleidung) einen Briefumschlag, bereits befüllt mit einer anderen Sache, die ich ihr schicken wollte und fertig adressiert. Nur Briefmarken waren zu Hause keine mehr. Aber egal erstmal zur Saarbahnhaltestelle, Karte kaufen. Der Preis sind 54,- (was ich für einen Monat im ganzen Saarland fahren für Senioren einen verdammt guten Preis finde, aber das ist ein anderes Thema). Mit klammen, eingefrorenen Fingern wandert der Fünfzigeuroschein in den Automaten, der springt auf “nur noch Münzen möglich, Automat wechselt nicht”. Super! Ich habe noch 5€, aber kein Münzgeld und den einen Euro darf ich dem Automaten nicht schenken (ich hätte das in dem Moment gerne als Wahlmöglichkeit gehabt). Durch den Nieselschnee also zum Postshop, wo ich eigentlich mit fertigem Umschlag erst hinwollte, und einen 10er-Bogen selbstklebende 55ct-Marken gekauft. Wieder raus, diesmal mit Münzgeld bewaffnet und die Karte erfolgreich gelöst. Zunehmend genervter ging ich zurück zum Briefkasten, machte das erworbene Ticket in den Umschlag, klebe ihn zu, werfe ihn ein, gehe nach Hause.

Als ich einige Zeit später komplett aufgetaut war räume ich meine Einkäufe aus und mir fällt der Bogen mit den Briefmarken in die Hand. Es sind noch alle zehn drauf. Hmm. Den Umschlag mit dem Ticket für 54,-, das meine Mutter zwei Tage später braucht (und sie wohnt fast 60km weg), habe ich also unfrankiert eingeworfen.

Ich hatte eh’ über die Episode mit dem widerspenstigen Automaten vergessen, Brot zu kaufen und bin dann auf dem Rückweg beim Postshop vorbei: Nein, man könne den Briefkasten nicht öffnen, und selbst wenn ich den Leerer abpasste (der bei den Wetterbedingungen aber auch nicht pünktlich zur aufgedruckten Zeit kommt) wäre es sehr ungewiss, ob der mir erlauben würde, meinen Brief herauszufischen und ordnungsgemäß zu frankieren — schließlich sei der Brief in dem Moment, wo ich in ihn einwarf nicht mehr mein Besitz. Zugestellt werden würde der Brief — so die Angestellten dort — sehr wahrscheinlich nicht, am ehesten wäre er morgen beim Absender mit “unzureichend frankiert” und wenn ich viel Glück hätte vielleicht bei meiner Mutter mit Nachportoforderung.

Meine Mutter hat gleich die Post im Ort informiert, wo meine Eltern ihre Post ins Postfach umleiten lassen, dass das Porto doch bitte zu entrichten sei und schon mal Alternativpläne entwickelt, wie die Bahnfahrt zu regeln wäre, wenn das Ticket nicht ankommt. Ich habe meine Mitbewohnerin darauf angesetzt, den Brief, sollte er zurückkommen, gleich zu frankieren und erneut einzuwerfen.

Am nächsten Tag dann die Überraschung: Der Brief kam an. In der linken, oberen Ecke fein säuberlich gestempelt, nur Briefmarke klebte keine darunter. Die Post scheint lieber ein paar Briefe umsonst zu transportieren als ihre Maschinen genauer prüfen zu lassen. Auch die Frau auf der Post sagte meiner Mutter, dass das zwar komisch aussieht, ihr auch klar ist, dass dafür kein Porto gezahlt wurde, sie aber keinerlei rechtliche Handhabe hat, Nachporto zu verlangen und wir Glück gehabt hätten.

Hier Beweisstück “A”:

(Eine Theorie ist noch, dass die Landkarte, die durchscheint, den Frankierüberprüfungsautomat vielleicht getäuscht hat, aber die Testreihe dazu werde ich nicht umsetzen :-) . Wer daran interessiert ist: Die Umschläge sind aus dem sogenannten Direktrecycling und werden aus den Druckresten einer Landkartendruckerei gefertigt. Gibt’s auch online.

Posted from Saarbrücken, Saarland, Germany.

Erstellt am Montag 6. Dezember 2010
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’s Haus verliert nix

…und die Reinigung erst recht nicht.  Auf der Suche nach meinen weissen Hemden für einen Unichorauftritt am Sonntag scheiterte ich zu Hause.  Abgesehen davon, dass ich bei diesen Temperaturen eh’ keine Lust habe, in vollem Anzug mit Hemd und Schlips rumzulaufen würde mich noch mehr ärgern, meine weissen Hemden irgendwo verschlampt zu haben.  Nach einigem Suchen erinnerte ich mich dunkel, die nach der letzten Konzertphase mit dem Unichor zur Reinigung gebracht zu haben (was auch nötig war). Nur, wo war der Zettel?

Da das Konzert am Sonntag ist und es zur Zeit dieser Erkenntnis schon Mittwoch war, bin ich abends einfach auf gut Glück in die Reinigung, erzählte meine Geschichte und fand mich mit den beiden hilfsbereiten Mitarbeiterinnen vor zweimal vier Meter Kleiderstange wo alle nicht abgeholten Hemden der letzten 12 Monate hängen (ausser den “neuen”, die auf dem Karussel gefahren werden). Einiges Suchen später (da waren Hemden von letztem Sommer dabei, aber nix in meiner Grösse ;-) ) hatten wir tatsächlich meine Hemden in der Hand und nach Name und Telefonnummer (die ich einfach hinschrieb ohne dass die irgendwas von mir sehen wollten) war ich mit 3 frisch (naja) gewaschenen Hemden unterwegs nach Hause.

Ich muss mir tatsächlich in Zukunft aufschreiben, wenn ich in der Reinigung war, da ich bei Dingen, die ich nicht regelmässig brauche (wie eben weissen Anzugshemden) nur an dem Abholbon im Geldbeutel merke, dass ich was bei der Reinigung habe und den scheine ich wohl irgendwann aus Versehen mit alten Kassenzetteln entsorgt zu haben.

Update: Hmpf. “Speichern” ist nicht gleich “Publizieren”.  Ich bin von dem Blogsystem überfordert und der Artikel eigentlich älter.

Posted from Saarbrücken, Saar, Germany.

Erstellt am Montag 5. Juli 2010
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