Ba doo ba doo dm

Letzte Woche endete die kurze aber sehr schöne Zeit, in der wir ein Männerquartett hatten, das immerhin 4 (wenn auch kleine) Konzerte gesungen hat und sich auf Grund der beruflichen und damit verbundenen räumlichen Veränderungen der Hälfte des Quartetts gerade schon wieder (fast) auflöst.  Fast deshalb, weil wir uns trotz räumlicher Nähe auch nur etwa alle zwei Monate getroffen haben und Berlin ja schliesslich auch nicht aus der Welt ist.

Aus dem Anlass gab’s letzten Samstag ein zwanzigminütiges Abschlusskonzert in der Brunchbox und bevor ich die Videos von dem Programm verlinke, hier ein bisschen Geschichte für die Nachwelt.

Vor einem dreiviertel Jahr haben wir uns vor einem Konzert unseres gemischten Oktetts mit den Männern alleine getroffen.  In ein paar Einzelproben wurden dann zwei Stücken eingeübt, die wir bei unserem Oktettkonzert im September gesungen haben. Bei einer der Proben gab’s sogar Spontanapplaus vom Balkon gegenüber, wo wir uns quer über die Strasse hinweg Publikum herbeigesungen hatten. Davon aufgeputscht sind wir bei der nächsten Probe raus und wollten um die Auftrittsangst loszuwerden unsern Kram irgendwelchen wahllosen Leuten vorsingen, was sich aber schwieriger gestaltete als gedacht:  Hier sind zu wenig Leute, da zu viel, “sollen wir nicht wieder heimgehen”,  “jetzt oder nie”…  Schliesslich haben wir einem Mülleimer am Max Ophüls Platz einmal die Stücke dargeboten — geklatscht hat er nicht und die Leute vor’m Italiener am Eck haben sich seltsamerweise von den vier gedrungenen Gestalten 10 Meter wetier auch nicht angesprochen gefühlt.  Das Konzert hat dann aber trotzdem geklappt und sollte nicht das letzte bleiben.

Hauptsächlich weil wir selber Spass am miteinander Singen und nach dem einen Konzert davon noch nicht genug hatten, haben wir dann ein Weihnachtsprogramm eingeübt.  Da das “Spontan wohingehen und singen” beim ersten Mal so desaströs endete, war dieses Mal ein etwas wohlwollenderes Publikum gesucht und in der Brunchbox mit dem Weihnachtsmann auch gefunden (“Hier steht, das man eine Weihnachtsbrunchbox bekommt, wenn man dem Weihnachtsmann ein Lied vorsingt.  Wie sieht’s aus wenn wir zu viert vier Lieder vierstimmig singen?”). All das als Vorbereitung für einen Gig auf dem Saarbrücker Weihnachtsmarkt, wobei das Probekonzert in der Brunchbox die deutlich lustigere Veranstaltung war: auf der Bühne im Schneetreiben kommt man nur als Blechbläserensemble gegen den Glühweinstand, aber nicht mit vier Stimmen und schlechter Anlage.  Ich glaube, dass man das als Musiker auch mal gemacht haben muss — unsere Fans waren trotz widriger Witterungsbedingungen da und zumindest uns hat’s auch Spass gemacht.  Was macht man nicht alles für einen Glühwein.

Als dann klar wurde, dass wir wegen der beiden geplanten Umzüge in der jetzigen Form nur noch bis März existieren werden war schnell der Plan da, die Brunchbox erneut zu beehren und dieses Mal auch mit Werbung und so.  Der Raum war auch voll am Samstag, das Konzert kurz aber uns (und nach dem Applaus zu urteilen auch dem Publikum) hat’s Spass gemacht und mit den Bagels, die wir dafür bekamen haben wir gezeigt, dass wir also auch mit der Singerei zu Essen kommen ;-) .

Von dem Konzert gibt es leider nur eine Audioaufnahme auf der auch noch das Trinken und Gläserabstellen des Publikums mit drauf ist, deshalb haben wir, als wir abends das Programm der Frau unseres Tenors vorsangen eine Kamera mitlaufen lassen.  Das ist auch der Grund für den langen Text:  Alles nur Spannungsaufbau.  Hier also ein eingebettetes und Links zu allen anderen Videos von den fünf Stücken unseres Abschlussrepertoires:

Hier klicken für alle anderen Videos in meinem Kanal bei Youtube.

Posted from Saarbrücken, Saar, Germany.

Erstellt am Dienstag 22. Februar 2011
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